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Suizid- oder „Der Geist beherrscht die Materie“

Suizid-
oder „Der Geist beherrscht die Materie“

 

 

Bestimmen Sie,  wann und wo Ihre Seele Ihren Körper verlässt!

 

 

„Sterben“ oder „gestorben werden“, das ist die Frage!

 

 

Wer den Tod in der Hand hält, fürchtet ihn nicht mehr.

Tatort“, 1. Programm ARD, 3. März 2000

 

 

 “Suicide is painless,
It brings on many changes,
And I can take or leave it if I please. ”

Titelsong der M*A*S*H-Fernsehserie und des gleichnamigen M*A*S*H-Kino­films

 

 

NON FUI.

FUI.

NON SUM.

Grabspruch eines römischen Stoikers: „Bin nicht gewesen. Bin gewesen. Bin nicht mehr.“

 

 

Besitz stirbt.

Sippen sterben.

Du selbst stirbst wie sie.

Doch eins weiß ich, das ewig lebt:

Der Toten Tatenruhm

Aus der Edda: „Deyr fe, deyia frondr, deyr sialfr it sama; ec veit einnat aldri deýr“

 

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Vielleicht haben Sie sich schon einmal überlegt, wie man seinen Geist vom Körper (er-)lösen kann?

 

Sich erschießen“ oder „vor den Zug werfen“ oder „vom 12. Stock springen“ ist irgendwie unästhetisch (wer kratzt die ganze Matsche weg?).
Zitat „Die Zeit“ zum Suicid des Milliardärs
Adolf Merckle im Januar 2009: „Eine Frage der Ehre wäre es auch gewesen, einem Lokführer, der sich nicht wehren kann, eine Traumatisierung zu ersparen.“

 

Gift bekommt man nicht so ohne weiteres; wobei man nicht weiß, welche Menge man nehmen muss und ob’s nicht fürchterlich weh tut. Haben Sie schon mal jemand ge­sehen, der Säure oder Lauge ge­trunken hat? Fürchterlich!

Mein Vater hat sich erhängt; das war zwar unblutig und nach seinem Gesichtsausdruck (ich habe ihn -zusammen mit meinem Bruder- im Wald gefunden) auch nicht schmerzhaft. Aber irgendwie (auch durch den zum Abnehmen vom Baum) notwendigen Einsatz der Feuerwehr wenig ästhetisch.

 

Pulsadern aufschneiden ist schmerzhaft; und selbst (um das äußerst unappetitliche Blut-Her­umspritzen zu vermeiden) in einer Wanne mit warmen Wasser wie weiland Barschel im Hotel Reve in Genf nicht der angenehmste An­blick.

 

Ertrinken (das Mittel der Wahl für unglückliche Entjungferte Jung­frauen in den Romanen des 19. Jahrhunderts) nur für Nicht­schwimmer (wer ist das heute noch?) geeignet und nach dem Ge­sichts-Ausdruck von Ertrunkenen beurteilt, sehr schmerzhaft.

 

Verbrennen, nach dem Übergießen mit Benzin (wie am Ende der 60er Jan Pallach auf dem Wenzelplatz), ist zwar optisch sehr beeindruckend (wer wüsste heute noch, wer Jan Pallach war oder ist? Inzwischen wäre er wahrscheinlich unbemerkt von der Weltöffentlichkeit an Le­ber-Zirrhose gestorben), aber ir­gendwie auch sehr „öffentlich“. Wenn Sie also kein Fanal mit Ihrem Tod setzen wollen, -  und das ist für mich die GRUNDVORAUSSETZUNG für eine Suizid (nämlich niemanden die „Schuld“ zu geben!) - nichts für einen bescheiden Menschen.

Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung ist der Tod durch (schnelle) Verbrennung völlig schmerzlos. Verbrennungen 3. Grades zerstören die Schmerzner­ven in Bruchteilen von Sekunden. Denken Sie an die Bilder der budd­histischen Mönche, die sich als Protest gegen die damalige Regie­rung in den 70ern in Saigon ver­brannt hat. Völlig entspannt saßen sie da; und das nicht wegen ihrer Konzentration: Man spürt -abge­sehen von der ersten Sekunde—wirklich keine Schmerzen!

Aber---wollen SIE das: Sich im Hof Ihres Altersheims mit 5 Liter Benzin übergießen, anzünden und abfackeln. Alles läuft zusammen, die Feuerwehr wird alarmiert; vielleicht brennt auch noch das ganze Al­tersheim mit Ihren Freunden ab und die Tagesschau berichtet???

 

Theo Kars beschreibt in seinem Buch Philosophie für Nonkonfor­misten (übrigens sehr lesenswert!) die Möglichkeit, sich durch einen Hungerstreik vom hiesigen Leben zu verabschieden. Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl hat 2002 auf diese Weise seine irdische Laufbahn beendet.

Diese Methode ist schmerzfrei und unblutig und hat außerdem noch den Vorteil, dass der Tod nicht unmit­telbar eintritt, so dass Sie noch wochenlang Zeit haben, es sich anders zu überlegen.

„Wer unbeirrbar nur Wasser trinkt, wird nach zwei, drei Tagen keinen Hunger mehr verspüren und be­merken, wie eine seltsame Euphorie von ihm Besitz ergreift. Tennessee Williams schreibt in seinen Memoi­ren, dass er nach dreitägigem un­freiwilligen Fasten ziemlich ver­wundert feststellte, dass sein Hungergefühl verschwunden war und er allmählich in einen eigen­tümlichen und vollkommen uner­klärlichen friedvollen Gemütszu­stand geriet. In einer späteren Phase weicht diese Euphorie einer heiteren Gleichgültigkeit. Im End­stadium fällt der Hungernde in ei­nen komatösen Zustand, dem der Tod folgt. Tiere, die unheilbar krank oder schwer verwundet sind, begehen Selbstmord, indem sie sich einen ruhigen Platz suchen und nicht mehr fressen. Bei den India­nern haben viele alte Menschen diese Art zu sterben gewählt“.

Na schön, es ist beruhigend zu wissen, dass man für einen schmerzlosen und unblutigen Suizid von niemanden abhängig ist.

Aber: Ich halte nicht mal einen halben Tag ohne Essen aus. Was habe ich schon für Diäten probiert! Verhungern wäre für mich wie ins Wasser springen und ertrinken.

Übrigens ist es sehr interessant, dass wir unser Gehirn (unseren Protein-Computer) nicht nur durch Zerstörung (èwir hauen mit dem Hammer auf den Computer) sondern durch Abschneiden der Versorgung von „Betriebs-Stoff“ (keine Zu­fuhr von Nahrung (Lebensmittel und Luft) „still-legen“ können.

So hat übrigens General Clausewitz die Möglichkeiten des Vernichtens feindlicher Festungen beschrieben: Zerstören oder aushungern).

 

Ein irgendwie „schöner Tod“ sollte schon sein! Und weh tun sollte es auch nicht! Die Zeit ist nicht stehen geblieben. Den „Gas-Hahn aufdre­hen“, wie das noch in der Kaiserzeit möglich war, geht nicht mehr: Giftig ist das Gas, das aus der Leitung kommt nicht mehr. Nicht die Spur von Kohlenmonoxid ist mehr drin! Dafür ist es explosiv und Sie sprengen bei Ihrem missglückten Suicid-Versuch das ganze Haus in die Luft, wenn sich der Kühlschrank einschaltet oder jemand den Klin­gelknopf drückt.

Und sich mit laufenden Motor in der Garage (oder mittels eines Schlau­ches vom Auspuff ins Auto-Innere bei schöner Musik „einzuschläfern“ ist seit der Erfindung des Kataly­sators auch vorbei. Und wer  hat schon die Fachkenntnisse, den Kat abzuschrauben, wenn er sich im Auto „entleiben“ will.

Aber: Wenn Sie in einem möglichst kleinen Raum (ohne Belüftung) ei­nen der in jedem Baumarkt erhält­lichen „Einmal-Grills“ anzünden, werden Sie wegen der mangelnden Luftzufuhr beim Glimmen der Holzkohle soviel CO erzeugen, dass Sie –abhängig von der Größe des Raumes in wenigen Stunden eine letale CO-Vergiftung erleiden werden.

Laut „Bonner Generalanzeiger“ vom 05. 08.2008 ist dies in Japan die derzeit übliche Methode (wobei meist das Auto benutzt wird).

 

 

Aus eigner Erfahrung mit aufge­fundenen CO-Vergifteten weiß ich, das diese Art des Suicids eine sehr angenehme und auch optisch „schöne“ Todesart ist: Die CO-Leichen wiesen alle einen ganz entspannten Gesichtsausdruck auf, kein Erbrochenes und sonstige Körperausscheidungen und das Ge­sicht mit schönen roten Wangen („wie das blühende Leben!“, sagte makaberweise mal ein Kollege von mir). Das CO verbindet sich mit dem dunkelroten Blutfarbstoff zu einer hell kirschroten Verbindung (die dann keinerlei Fähigkeit mehr hat, Sauerstoff aufzunehmen und an die Organe zu transportieren). Diese helle Blutfarbe gibt dem Me­diziner dann auch den sofortigen Hinweis auf Kohlenmonoxid-Ver­giftung.

Eine CO-Konzentration von nur 0,3 % ruft bereits nach 15 Minuten eine tödliche Vergiftung hervor

 

Ein Suicid mit Stickstoff (der ja bekanntlich zu 79% neben rund 21% Sauerstoff unsere Atemluft dar­stellt, ist schmerz- und krampffrei - ähnlich wie das erwähnte CO. Nur dass man einiges mehr braucht. Weil unser Gehirn nicht durch „Vergiftung“ (wie beim CO), son­dern wegen Sauerstoffmangels den Betrieb einstellt. Und dass völlig ohne Warnzeichen!

Neben Stickstoff haben natürlich auch die Edelgase (wie Argon oder Neon) die gleiche Wirkung. Argon wird als Schutzgas beim Schweißen benutzt und gibt’s im Baumarkt in kleinen Einmal-Druckflaschen für ein paar Euro; Stichwort Schutz­gas-Schweißen.

 

Im Gegensatz zum Kohlendioxid (die typische Silo-Vergiftung der Landwirtschaft bzw. Gärkeller-Vergiftung der Winzer), wo man in fürchterliche Atemnot gerät bis man dann durch Übersäuerung des Blu­tes das Bewusstsein verliert.

 

 

 

 


Elisabeth Wehrmann schreibt in der Zeit:

„Die alte Wahrheit ist kurz, klingt einfach, schmeckt bitter: “Der Tod wird kommen. Wir wissen nicht wann, wir wissen nicht wo.“

Mit der ungewissen Gewissheit haben Generationen unserer Vor­fahren schlecht oder recht und oft genug in Angst und Schrecken ge­lebt.“

 

Aus „Paul Pearsall; The Last Self-Help Book You'll Ever Need,):
“Weißt du“ sagte der Kahuna, „der Tod ist kein Steinwall zwischen dem Leben und unseren Hoffnungen füreinander. Wir sind nicht bloß Teil eines Ganzen, wir sind das Ganze. Denk an die Welle, die eine kindi­sche Angst davor hat, sie könne enden, sobald sie sich am Strand bricht. Dabei braucht sie keine Angst zu haben. Sie ist der Ozean. Sie kann nicht brechen und enden. Wenn sie sich aber separat vom Ozean denkt, dann leidet sie und wird unnötig ängstlich. Denn dann kann sie keine Spannung und Freude darüber empfinden, der Ozean zu sein. Vergiss nie, was die Welle dich lehrt: Denk daran, wenn du Angst vor dem Ende hast, dass nichts jemals endet. Du bist die Welle und du bist der Ozean!“

 

Wang Ch’ung (27-97 n. Chr.), einer der größten konfuzianischen Ge­lehrten schreibt in seinem Werk „Lun Heng“, das Leben sei ein kri­stallines Muster aus Materie, so wie Eis kristallisiertes Wasser sei. „Wie Wasser sich in Eis ver­wandelt, so kristallisiert das chhi (Materie), um den menschlichen Körper zu bilden. Stirbt der Mensch, so kehrt er wieder in seinen geistigen Zustand zu­rück. Dieser Zustand wird als Geist bezeichnet, so wie ge­schmolzenes Eis wieder den Namen Wasser annimmt“.

 

Der Physiker und amerikanische Revolutionsführer Benjamin Franklin tröstet 1756 einen Verwanden: „Mein aufrichtiges Beileid. Wir ha­ben einen sehr lie­ben und wertvol­len Verwanden verloren. Aber es ist der Wille Gottes und der Natur, dass diese sterblichen Körper ab­gelegt werden müssen, wenn die Seele sich anschickt, ins wirkliche Leben einzutreten. Dieser Zustand ist eher der eines Embryos, eine Vorbereitung auf das LEBEN. Ein Mensch ist erst vollkommen gebo­ren, wenn er stirbt. Warum dann sollten wir uns grämen, dass unter den unsterblichen ein neues Kind geboren ist, ihre glückliche Ge­meinschaft ein neues Mitglied hat? Unser Freund und wir sind einge­laden auf eine Vergnügungsfahrt, die für immer dauern wird. Sein Sitz stand zuerst bereit, und er ist vor uns aufgebrochen. Wir können uns nicht schicklicherweise alle zugleich auf den Weg machen; und warum sollten Du und ich uns dar­über bekümmern, da wir doch bald folgen werden und wissen, wo wir ihn finden?“

 

Der Philosoph und Physiker Georg Christoph Lichtenberg schreibt in seinen Aphorismen etwa 1790:

Ich kann den Gedanken nicht los­werden, dass ich gestorben war, ehe ich geboren wurde, und durch den Tod wieder in jenen Zustand zu­rückkehre. Es ist ein Glück in mancher Rücksicht, dass diese Vor­stellung nicht zur Deutlichkeit ge­bracht werden kann. Wenn auch der Mensch jenes Geheim­nis der Natur erraten kann, so wäre es doch sehr gegen ihr Interesse, wenn er es beweisen könnte. Sterben und wieder lebendig werden mit Erin­nerung seiner vorigen Existenz, nennen wir ohnmächtig gewesen sein; wiedererwachen mit andern Organen, die erst wieder gebildet werden müssen, heißt geboren werden.

Sind wir nicht schon einmal aufer­standen? Gewiss aus einem Zustand, in welchem wir weniger von dem gegenwärtigen wussten, als wir in dem Gegenwärtigen von dem Künf­tigen wissen. Wie sich verhält un­ser voriger Zustand zu unserem jetzigen, so der jetzige zum künf­tigen.

Es ist immer sonderbar, dass man so viel von unserer Fortdauer nach dem Tode spricht und so wenig von der Vordauer vor der Geburt. Ich sollte denken, es wäre nach unserer sehr erbärmli­chen/unsicheren Lage in Rücksicht auf das Zukünftige, wovon uns alles überzeugt, sehr viel natürlicher, uns einmal um jene zu kümmern. Was unsere Erdkruste der einst gewesen ist, lässt sich denn doch noch vernünftig erträumen. Was aus ihr werden wird, davon wissen wir nichts. Man muß hier nicht einwenden, wir kennen unseren Geist, unser Ich, besser als die Erde. (Das ist noch eine große Frage.) Aber auch zugegeben, so ist doch offenbar, dass wir in die Schlüsse auf das, was wir sein werden, zu wenig von dem eintra­gen, was wir waren, ich meine vor unserer Gegenwart. Eine starke Rücksicht auf jene zeit ohne Furcht würde gewiß von Einfluß sein und mehr Auskunft über unsern Zu­stand nach dem Tode geben als alle unser jetziger sophistischer Wörterkram. „Nach dem Tode“ müsste man nicht sagen, sondern „vor dem Leben“ und  „nach dem Leben“.


 

Auszug aus Wikipedia:

 

Suicide Is Painless (deutsch: „Selbstmord ist schmerzlos&ldquo ist Titelsong der M*A*S*H-Fernsehserie und des gleichnamigen M*A*S*H-Kinofilms. Das Lied wurde von dem amerikanischen Songschreiber und Jazzmusiker Johnny Mandel komponiert.

Der Songtext beschreibt aus der „Ich-Perspektive“ in lakonisch-melancholischen Versen die Weltsicht eines Pessimisten, der den Sinn des Lebens nicht (mehr) er­kennen kann, sich der Unausweichlichkeit des Todes bewusst ist und den Selbstmord als eine Möglichkeit zur Bewahrung der Selbstbestimmtheit anpreist. Im Vorspann der Kinofassung von M*A*S*H wird die pessimistische Grundhaltung des Textes besonders hervorgehoben durch die Kombination mit Szenen von Hubschrauber-Rettungseinsätzen für verletzte US-Soldaten im Koreakrieg. Der Refrain des Liedes lautet:

 

“Suicide is painless,
It brings on many changes,
And I can take or leave it if I please. ”

 

 

 

 

Ein kleiner ethischer Exkurs:

Wenn Sie (wort- und bibel-) gläu­biger Christ sind, werden Sie wahrscheinlich den Suicid ausschließen.
Nach der Lehrmeinung der christlichen Kirchen ist der Suicid durch das 5. Gebot: „
Du sollst nicht morden!“ („Lo tir­sach! "  verboten. Aber: Das hebräische "rasach" meint ur­sprünglich nur ungesetzli­ches, willkürliches Töten (also nicht Krieg, Todesstrafe usw.). Wer das Alte Testament kritisch liest, weiß, dass GOTT damit nur das Töten aus „niederen“ Beweggründen ge­meint hat. Er selbst hat wie­derholt zum Töten (Abtrün­niger, Andersgläubiger, Feinde usw.) aufgefordert. Und Abraham sollte in seinem Auftrag den für ihn wichtigsten Menschen, sei­nen Sohn töten. Und hat nicht Gott (der All­mächtige!) seinen Sohn Jesus töten lassen, ohne dies zu verhindern, bzw. -wie die Christen glauben- in voller Absicht!? Um uns zu erlösen! Welch eine abstruse Vorstellung!

Nach Exodus 35,2 muss jemand, der am Samstag arbeitet, getötet werden.

Nach Lev. 21,20 darf man sich dem Altar Gottes nicht nähern, wenn die Augen von einer Krankheit befallen sind.

Nach Lev 19,19 darf man keine zwei verschieden Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzen. Und keine Kleider tragen, die aus zwei verschiedenen Stoffen ge­macht sind.

Heute würde kein Christ auf den Gedanken kommen, dass diese Ge­bote Gottes sein Seelenheil gefähr­den. Warum sollte man dann das o. g. Verbot auf den eigenen Suicid beziehen und Angst vor einer Be­strafung durch GOTT haben?

Aber wenn Sie der Gedanke an die Selbst-Tötung seelisch zu sehr be­lastet, müssen Sie gedul­dig auf Ihr natürliches Ende warten!

 

Wenn Sie an die Unsterblichkeit Ihrer Seele glauben (siehe die obi­gen Worte des Hawaianischen Waisen: „DU bist die Welle und DU bist der Ozean!", dann haben Sie im Suicid eine Möglichkeit, selbstbe­stimmt und schmerzfrei aus „dem derzeitigen Film des Lebens“ he­rauszugehen und zu schauen, was der „nächste Film“ bringt.

Wenn Sie Materialist sind, sehen Sie in Ihrer Existenz nur die Ord­nung von Atomen und Mo­lekülen zu einem Lebens-Mus­ter. Materie ist un­zerstörbar. Bei Ihrem Tod wird nur die Anord­nung Ihrer Materie auf­gehoben. Ihre Atome gehen in einen hö­heren Entropie-Zustand über. Die Atome Ihres Körpers exis­tieren weiter und werden (wie­der) in den ewigen Kreislauf ein­geschleust. Vergleichbar mit den Einzelteilen eines Puzzles: Nur das Bild verschwindet beim Schütteln; die Puzzle-Teile bleiben erhalten. Bis sie für ein neues Bild verwendet werden.

 

Der amerikanische Physiker Frank J. Tipler beschreibt in seinem Buch „Die Physik der Unsterblichkeit“ den Menschen als Hardware (Kör­per) und Soft­ware (Geist) und be­weist, dass es physikalisch nicht unmöglich ist, bei hinreichend ge­nug Spei­cherplatz zumindest die "Soft­ware" (un­sere Seele) wieder­auferstehen zu lassen. Er be­haup­tet, der Mensch sei ein quanten­mechanisches Objekt, exakt be­schreibbar durch ein Com­puter­programm, das 10 exp 45 Informa­tionsbits codieren könne. Unser Gehirn ist ein Computer (so wie das Herz eine Pumpe ist); unser Körper sind die daran angeschlossenen und die durch ihn gesteuerten Peri­phe­rie-Geräte (Hardware). Un­ser Be­wusstsein (unsere Seele) ist sozu­sagen das Betriebs-System bzw. die Programme und Dateien (Soft­ware).
 

 

Der Suicid löscht einfach Ihre Fest­platte, bzw. schüttelt Ihr Puzzle etwas frü­her, als wenn Sie auf den natürli­chen Terminator, den TOD  ge­wartet hätten.

 

 

Im Film von Richard Fleischer: “Jahr 2022… die überleben wollen“ (Originaltitel: Soy­lent Green) wird ein interessanter Aspekt des Suicids dargestellt:

 

Der Staat hat für des Lebens überdrüssig gewordene, aber wohl auch für "ausge­dientes Inventar" eigens eine Art Euthanasie-Institution geschaffen. Dort kann man sich einschläfern lassen. Und einer zumindest tut dies freiwillig, der steinalte Sol Roth (Edward G. Robinson in seiner letzten Rolle; er starb kurz nach den Dreharbei­ten). Er, der die Welt von früher noch kennt, will nicht mehr leben. Die Welt von "Soylent Green" kennt keine blühenden Landschaften, keine Wiesen, keine Blumen, keine singenden Vögel - sie kennt nichts außer dem Abfall, dem Zusammenbruch, der Zerstörung, der Verschmutzung, der sozialen Degeneration. In nebligem Grün, ver­pesteter Luft, bewegen sich die Menschen, wenn sie ihre Häuser oder Baracken oder die Treppenhäuser verlassen, in denen sie übernachtet haben - eng an eng ge­schmiegt und ohne Aussicht, dass sich etwas an ihrer Situation ändern könnte.

Für mich war die beeindruckendste Szene, als Sol sich im staatlichen Euthanasie-In­stitut zum Sterben bereit macht: Zur Entspannung wird ein Film mit blühenden Land­schaften, Tulpenfeldern und sprudelnden Bächen gezeigt. Und Sol sterbend: „Ich wusste gar nicht mehr, dass die Welt so schön ist!“

Seitdem sehe ich die Schönheiten UNSERER Welt mit ganz anderen Augen!

 

 

 


Der Sinn des Lebens:

Über den Sinn des Lebens nachzu­denken, ist vollkommen sinnlos. Wer sich dabei er­tappt, muss wissen, das er es mit dem Symptom einer mentalen Störung wie Schlaf­losigkeit oder Nä­gelkauen zu tun hat, und er sollte sich ausschließlich auf die Frage be­schränken, warum er unglücklich ist und wie er dies ändern könnte.
Theo Kars, Philosophie für Nonkon­formisten

 

Für Hedonisten:

Genießen Sie Ihr Leben! Sie brauchen keine Angst vor Gebrechen oder kör­perlichen Verfall haben, da ja Ihre Antwort darauf der Selbstbestimmte Abgang mittels Suicid ist. So verhindern Sie, dass irgendjemand irgendwann einmal Ihren Rollstuhl schieben muss.

 

Das Leben ist eine tödliche Krankheit, die durch Sex übertragen wird

Tiere sind sich Ihrer Sterblichkeit nicht bewusst und kennen deshalb keine Angst vor dem Tod. Ein Tier, das sich in einer Situation befindet, die wir mit dem Wort „To­desnot“ umschreiben, wird nicht versuchen, seinen Tot hi­nauszuschieben, sondern Schmerzen zu vermeiden.

Epikur empfiehlt, sich an den Gedan­ken zu gewöhnen, dass der Tod für uns ein Nichts ist: Beruht doch alles Gute und Üble nur auf Empfindung, der Tod aber ist Aufhebung der Empfindung. Darum macht die Erkenntnis, dass der Tod ein Nichts ist, uns das vergängli­che Leben erst köstlich. Dieses Wissen hebt natürlich die zeitliche Grenze un­seres Daseins nicht auf, aber es nimmt uns das Verlangen, unsterblich zu sein, denn wer eingesehen hat, dass am Nichtleben nichts Schreckliches ist, den kann auch am Leben nichts schrecken. So ist also der Tod, das Schrecklichste aller übel, für uns ein Nichts: Solange wir da sind, ist er nicht da, und wenn er da ist, sind wir nicht mehr.“

 

 

Mein Sohn Felix hat mir schon mit 6 Jahren klar gemacht, dass der Tod der Zustand ist, in dem wir uns VOR unse­rer Zeugung befunden haben. (Auf die Frage, was den der Tod sei, sagte er mir: „Wenn man tot ist, ist man wieder da, wo man war, bevor man auf die Welt gekommen ist". Welch eine tröstliche Vorstellung!

 

In der gleichen Weise hat sich schon 1790 mein „Lieblings-Philosoph“  Ge­org Christoph Lichtenberg geäußert:

„Ich kann den Gedanken nicht los­werden, daß ich gestorben war, ehe ich geboren wurde, und durch den Tod wieder in jenen Zustand zurückkehre.“

 

Auch der amerikanische Schriftsteller Mark Twain war der gleichen Meinung:

“Ich fürchte den Tod nicht. Ich war Milliarden und Abermilliarden Jahre tot, bevor ich geboren wurde, und es hat mir nicht die geringste Unan­nehmlichkeiten bereitet.”


 

Rede eines Selbstmörders kurz vor der Tat aufgesetzt

Aus den Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg

 


Freunde! Ich stehe jetzo vor der De­cke, im Begriffe sie aufzuziehen, um zu sehen, ob es hinter derselben ruhiger sein wird als hier. Es ist dies keine Anwandlung einer tollen Verzweiflung, ich kenne die kette meiner Tage aus den wenigen Gliedern, die ich gelebt habe, zu wohl. Ich bin müde weiter zu gehen, hier will ich ganz ersterben oder doch wenigstens über Nacht bleiben. Hier nimm meinen Stoff wie­der, Natur, knete ihn in die Masse der Wesen wie­der ein, mache einen Busch, eine Wolke, alles, was du willst, aus mir, auch einen Menschen, aber mich nicht mehr. Dank sei es der Philosophie, daß mich jetzo keine frommen Possen in dem Zug meiner Gedanken stören. Genug, ich denke, ich fürchte nichts, gut, also weg mit dem Vorhang! - -

Schon vor vielen Jahren habe ich ge­dacht, daß unsere Welt das Werk ei­nes untergeordneten Wesens sein könne, und noch kann ich von dem Gedanken nicht zurückkommen. Es ist eine Torheit, zu glauben, es wäre keine Welt möglich, worin keine Krankheit, kein Schmerz und kein Tod wäre. Denkt man sich ja doch den Himmel so! Von Prüfungszeit, von all­mählicher Ausbildung zu reden, heißt sehr mensch­lich von Gott denken und ist bloßes Geschwätz. Warum sollte es nicht Stufen von Geistern bis zu Gott hinaufgeben und unsere Welt das Werk von einem sein können, der die Sache noch nicht recht verstand, ein Versuch? Ich meine unser Sonnen­system oder unser ganzer Nebelstern, der mit der Milchstraße aufhört. Viel­leicht sind die Nebelsterne, die Her­schel gesehen hat, nichts als einge­lieferte Probestücke oder solche, an denen noch gearbeitet wird. Wenn ich Krieg, Hunger, Armut und Pestilenz betrachte, so kann ich un­möglich glauben, daß alles das Werk eines höchstweisen Wesens sei; oder es muß einen von ihm unabhängigen Stoff gefunden haben, von welchem es ei­nigermaßen beschränkt wurde; so daß dieses nur respektive die beste Welt wäre, wie auch schon häufig gelehrt worden ist.

Ich glaube kaum, daß es möglich sein wird, zu erweisen, daß wir das Werk eines höchsten Wesens und nicht vielmehr zum Zeitvertreib von einem sehr unvollkommenen sind zusam­mengesetzt worden.

Ich glaube, dass der Instinkt im Menschen dem geschlossenen Räsonnement vorgreift, und dass daher manches von minder Ge­lehrten, aber dabei genauen Empfindern offenbart sein mag, was das geschlossene Räsonnement noch bis jetzt nicht erreichen und verfolgen kann. Es erzeugt sich tierische Wärme und wird erzeugt werden, ohne daß man noch genau imstande ist zu erklä­ren, woher sie komme. Dahin rechne ich die Lehre über die Unsterblichkeit der Seele. Es wird nach unserm Leben so sein, wie es vor dem­selben war, dieses ist ein triebmäßiger, instinktmä­ßiger Vor­griff vor allem Räsonnement. Man kann es noch nicht be­weisen, aber für mich hat [es], zusammen genom­men mit andern Umständen, Ohnmach­ten, Betäubungen, eine un­widerstehli­che Gewalt und hat es auch vermutlich für eine Menge von Menschen, die es nicht gestehen wollen. Kein einziges Räsonnement hat mich noch vom Ge­genteil über­zeugt. Meine Meinung ist Natur, jenes ist Kunst, deren Resultat allem so sehr und stark widerspricht, als nur etwas widersprechen kann.

Ich kann den Gedanken nicht loswer­den, daß ich gestorben war, ehe ich geboren wurde, und durch den Tod wieder in jenen Zustand zurückkehre. Es ist ein Glück in mancher Rücksicht, daß diese Vorstellung nicht zur Deut­lichkeit ge­bracht werden kann. Wenn auch der Mensch jenes Geheim­nis der Natur erraten kann, so wäre es doch sehr gegen ihr Interesse, wenn er es beweisen könnte. Sterben und wieder lebendig werden mit Erinnerung seiner vorigen Existenz, nennen wir ohn­mächtig gewesen sein; wiedererwa­chen mit andern Organen, die erst wieder gebildet werden müssen, heißt geboren werden.

Sind wir nicht schon einmal aufer­standen? Gewiß aus einem Zustand, in welchem wir weniger von dem gegen­wärtigen wussten, als wir in dem Ge­genwärtigen von dem Künftigen wis­sen. Wie sich verhält unser voriger Zustand zu unserem jetzigen, so der jetzige zum künftigen.

Es ist immer sonderbar, dass man so viel von unserer Fortdauer nach dem Tode spricht und so wenig von der Vordauer vor der Geburt. Ich sollte denken, es wäre nach unserer sehr erbärmlichen/unsicheren Lage in Rücksicht auf das Zukünftige, wovon uns alles überzeugt, sehr viel natürli­cher, uns einmal um jene zu kümmern. Was unsere Erdkruste der einst ge­wesen ist, lässt sich denn doch noch vernünftig erträumen. Was aus ihr werden wird, davon wissen wir nichts. Man muß hier nicht einwenden, wir kennen unseren Geist, unser Ich, besser als die Erde. (Das ist noch eine große Frage.) Aber auch zugegeben, so ist doch offenbar, dass wir in die Schlüsse auf das, was wir sein wer­den, zu wenig von dem eintragen, was wir waren, ich meine vor unserer Gegenwart. Eine starke Rücksicht auf jene zeit ohne Furcht würde gewiß von Einfluß sein und mehr Auskunft über unsern Zustand nach dem Tode geben als alle unser jetziger sophis­tischer Wörterkram. „Nach dem Tode“ müsste man nicht sagen, sondern „vor dem Leben“ und  „nach dem Leben“.



Meine Ergänzung zu dem Zitat von Lichtenberg „Nach dem Tode“ müsste man nicht sagen, sondern „vor dem Leben“ und „nach dem Leben“:

 


Ich bin mir sicher, dass es (min­destens) 3 Sphären unserer Exis­tenz gibt: „Vor dem Leben“ wäre dann die 1. Sphäre, das „Leben“ die 2. Sphäre und „nach dem Leben“ die 3. Sphäre.

Wenn wir von einer Sphäre in die nächste übergehen (transformie­ren), wei­nen die Zurückbleibenden der alten Sphäre und die Wartenden der neuen Sphäre freuen sich: Vielleicht sind die 3. und 1. Sphäre identisch. D.h. mein Sohn Felix hätte Recht, wenn er meint, dass wir „nach dem Leben“ wieder da sind, wo wir „vor dem Leben“ waren.

Das wäre dann so etwas wie das aus der traditionellen chinesischen Phi­losophie bekannte Yin und Yang

 

 

Bei unserer 1. Transformation in den „leiblichen“ Zustand (das ist der Zustand, den wir als „Leben“ bezeichnen) freuen sich die diesseitigen Beobachter unserer Geburt und die Zurückbleibenden dieser Trans­formation – in der 1. Sphäre - weinen.

Bei unserer 2. Transformation, die wir als „Sterben“ bezeichnen –von der 2. in die 3. Sphäre - weinen die diesseitigen Beob­achter und die Wartenden der 3. Sphäre freuen sich. In dieser 3. Sphäre, die wir in der Religion als „Jenseits“ bezeichnen, ist diese Transformation eine Ge­burt.

Wahrscheinlich ist unser “Leben“ nur so eine Art Schwangerschaft der 3. Sphäre. Aus der 3. Sphäre gesehen ist dann jemand, der in unserer Welt mit 60 stirbt (d.h. in die 3. Sphäre übergeht), eine „Früh-Geburt“.

Da das „Geschöpfte“ den „Schöpfer“ nicht begreifen kann (eine Uhr würde sich Ihren Schöpfer stets als eine Art
„Über-Uhr“ vorstellen, da ja ein fleischliches, lebendes Wesen jenseits ihres Gedankenhorizon­tes wäre), wird es auf alle diese Gedanken keine Antwort geben. Aber tröstlich sind diese Vor­stellungen schon!


 

 

 

4 Kommentare 17.10.13 22:29, kommentieren

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Metapher: Ärgerlich


Einst ärgerte ich mich, dass ich lebte

Und ich lebte nur noch

Um mich zu ärgern dass ich lebte

Als ich mich eines Tages dabei ertappte

Wie ich mich freute

Dass ich mich ärgerte dass ich lebte

Ärgerte ich mich sogleich wieder

Nämlich weil ich mich freute

Dass ich mich ärgerte dass ich lebte

Eines Tages aber freute ich mich wieder

Diesmal jedoch nicht

Weil ich mich ärgerte dass ich lebte

Sondern einfach weil ich lebte

Denn ich sah nun ein

Dass es keinen Sinn hat

Sich zu ärgern dass man lebt

Denn würde man wirklich nicht leben

Könnte man sich nicht einmal darüber ärgern

Dass man lebt

Und das wäre wirklich ärgerlich

 

Happy Schuller

19.10.13 13:11, kommentieren

Sprüche-Sammlung

 

 

¨    Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.

Justus von Liebig

 

 

¨    Phantasie ist wichtiger als Wissen.

Albert Einstein

 

 

¨    Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt’s nicht.

Konrad Adenauer

 

 

¨    Ich mache mit jeder Ernennung 99 Unzufriedene und einen Undankbaren.

Ludwig XIV

 

 

¨    Das Erteilen guter Ratschläge ist jenen vorbehalten, die nicht mehr in der Lage sind, schlechte Beispiele zu geben.

Andre Maurois

 

 

¨    Ich brauche nicht mehr Soldaten, sondern bessere Offiziere.

Napoleon

 

 


¨      Nicht nur Helden bleiben auf den sinkenden Schiffen, auch die Nichtschwimmer.

Gabriel Laub

 

 

¨    Ausbilder sind für die Ausbildung ausgebildete Mitarbeiter,
die vom Ausbildenden beauftragt sind, Auszubildende auszubilden.

Bundesausbildungsgesetz

 

 

¨    This is a non-profit organization. We didn´t plan it that way, but it is.

Visitenkarte einer amerikanischen Firma

 

 

¨    Es gibt zwei Arten von Wirtschaftsprognostikern.
”Those who don’t know and those who don’t know that they don’t know.”

John Kenneth Galbraith

 

 

¨    Wieder und wieder bitte ich: Non multa sed multum.
(Weniger Zahlen, aber gescheitere).

W. I. Lenin, 1921 an A. B. Chalatow

 

 

¨    Wenn die Menschen plötzlich tugendhaft würden,
so müßten viele Tausende verhungern.

Georg Christoph Lichtenberg

 

 

¨    Wer redet, erfährt nichts.

Wandspruch in einem Hörsaal

 

 


¨    Nichts ist leichter, als so zu schreiben, dass kein Mensch es versteht,
wie hingegen nichts schwerer ist, als bedeutende Gedanken so auszudrücken,
dass jeder sie verstehen muss.

Schopenhauer

 

 

¨    Die Lust am Geldverdienen ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt ebenso notwendig,
wie die Lust am Beischlaf für die Volksvermehrung.

Eugen Schmalenbach

 

 

¨    Ob vom Kölner Dom, ob vom Zirkuszelt,
ob vom Dach einer Dampfwäscherei-
für den Arbeiter, der herunterfällt,
ist das völlig einerlei.

Erich Kästner

 

 

¨    Es ist ein guter Plan, das Ziel ein wenig höher anzulegen, damit der Schuss sicher ist,
aber nicht so hoch, dass der Schuss über das Ziel hinweggeht.

Balthasar Gratian, ”Das Orakel”

 

 

¨    Drei, die einander helfen, erreichen so viel wie sechs Männer einzeln.

Spanisches Sprichwort

 

 

¨    Es gibt im Grunde nur ein Problem auf der Welt, und dies ist sein Name:
Wie bricht man durch? Wie gelangt man ins Freie?
Wie sprengt man den Kokon und wird ein Schmetterling?

Thomas Mann, ”Doctor Faustus”

 

 

¨    Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.

Gabriel Laub

 

 

¨    Die einzigen Dinge, die sich in einer Organisation von selbst entwickeln,
sind Unordnung, Reibung und Leistungsmängel.

Peter Drucker

 

 

¨    Die Wissenschaft, sie ist und bleibt,
was einer ab von andern schreibt.

Eugen Roth

 

 

¨    Es wäre ein Glück, wenn man die Ohren so verschließen könnte wie die Augen.

Georg Christoph Lichtenberg

 

 

¨    Diesen Bericht könnte ja ein vierjähriges Kind verstehen.
Gehen Sie schnell raus und holen Sie mir ein vierjähriges Kind.
Ich werde nicht schlau daraus.

Groucho Marx, ”Duck Soup”

 

 

¨    Statistik ist die Kunst des Lügens mit Hilfe von Zahlen.

William Stekhel

 

 

¨    Die mutigsten bei jedem Kampf sind die Zuschauer.

Gabriel Laub

 

 

¨    Es gibt drei Arten von Lügen:
Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.

Benjamin Disraeli

 

 

¨    Die  5 Stufen der Trauer (wenn ein Mensch oder eine liebgewordene Überzeugung stirbt):
1) Leugnen, 2) Zorn, 3) Feilschen, 4) Niedergeschlagenheit und 5) Akzeptieren.

Elisabeth Kübler-Ross, ”Death and Dying”

 

 

¨    Man streut am meisten Zucker dahin, wo die Torte verbrannt ist.

Holländisches Sprichwort

 

 

¨    Ein wenig Wissen ist eine gefährliche Sache,
aber eine Menge Unwissenheit ist ebenso schlimm.

Bob Edwards

 

 

¨    Sich zu einem Ziel zu bekennen
und dann die Mittel zu seiner Verwirklichung zu vernachlässigen,
ist Selbstbetrug der gefährlichsten Sorte.

John Dewey, ”Reconstruction in Philosophy”

 

 

¨    Die Arbeit wird dich lehren, wie man sie tut.

Estnisches Sprichwort

 

 

¨    Sehr oft ist es nötiger, sich selbst zu ändern als die Szene zu ändern.

A. C. Benson

 

 

¨    Nicht nur beim Rückzug, auch beim Vormarsch muss man die bisherige Position aufgeben.

Gabriel Laub

 

 

¨    Es ist ein kapitaler Fehler zu theoretisieren, bevor man Daten hat.
Unmerklich beginnt man, die Fakten zu verdrehen, damit sie zu den Theorien passen,
statt dass die Theorien zu den Fakten passen.

Sir Arthur Conan Doyle, ”The Adventures of Sherlock Holmes, Scandal in Bohemia

 

 

¨      Geradlinige haben es in Kurven schwer.

??????

 

 

¨    Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendbrot.

Francis Bacon

 

 

¨    Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: Die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden.

Wernher von Braun

 

 

¨    In den großen Dingen vertragen wir uns; Probleme verursacht das Triviale.

Richard Armour

 

 

¨      Der Schlüssel zu allem ist Geduld.
Man bekommt das Huhn, indem man das Ei ausbrütet
 - nicht indem man es zerschlägt.

Arnold Glasgow

 

 

¨    Bekannte Prinzipien sind der Stacheldrahtverhau um die Gefangenenlager,
wo unsere Intuition davon abgehalten wird, in den Krieg zu ziehen.

Henry S. Haskins, ”Meditations on Wall Street”

 

 

¨    Wahres Genie liegt in der Fähigkeit der Bewertung
von unsicheren, zufälligen und widersprüchlichen Informationen.

Sir Winston Churchill

 

 

¨    Ein General ist ein Gefreiter, der mehrmals befördert wurde.

Gabriel Laub

 

 

¨    Die Sprosse einer Leiter war nie zum Ausruhen gedacht,
sondern nur dazu, den Fuß eines Menschen lange genug zu halten,
dass er den anderen etwas höher setzen kann.

Thomas Henry Huxley

 

 

¨    He who can, does; he who cannot, teaches.

G. B. Shaw

 

 

¨    Und Gott schuf die Organisation und gab ihr Gewalt über die Menschen.

1. Buch Mose, Kap. 30

 

 

¨    Sind die Worte im voraus festgelegt, so stockt man nicht.
Sind die Arbeiten im voraus festgelegt, so kommt man nicht in Verlegenheit.
Sind die Handlungen im voraus festgelegt, so macht man keine Fehler.
Ist der Weg im voraus festgelegt, so wird er nicht plötzlich ungangbar.

Konfuzius, 500 v. Chr.

 

 

¨    ”More”

Der amerikanische Gewerkschaftsführer George Meany, als er gebeten wurde,
sein Gewerkschaftsprogramm kurz und prägnant zu formulieren

 

 


¨      The only really happy folk are married women and single men.

H. L. Mencken

 

 

¨      On ne voit bien qu‘avec le coeur. L’essentiel est invisible pour les yeux.

(Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen.)

 

     A. de saint-Exupery

            

 

 ¨      In meinem späteren Leben lernte ich, dass wir dazu neigen, jeder neuen Situation durch Reorganisation gerecht zu werden. Das kann ein wunderbares Mittel sein, um die Illusion von Fortschritt zu erwecken, während in Wirklichkeit nur Verwirrung, Ineffizienz und Demoralisierung entstehen.

Petronius Arbiter, 60 n. Chr.

 

 

¨      To care, to share, to commit. (Partnerschaft, Fürsorge und Verantwortung)

 

           Grundwerte für eine Beziehung

           

 

 

¨      Ich gebe gern und ohne Bedauern diesen Lebenshauch, der mich beseelt, zurück der wohltätigen Natur, die ihn mir geliehen hat, meinen Körper aber den Elementen, aus denen er zusammengesetzt ist.

Aus dem Testament Friederich des Großen

 

 

¨      Jedesmal, wenn du nicht deinen inneren Weisungen folgst, empfindest du einen Verlust an Energie, an Stärke, und du hast das Gefühl, geistig tot zu sein.

             Shakti Gawain

 

 

¨    Würde ein Normalarbeitstag von 8 Stunden herbeigeführt werden, so ist in sittlicher Beziehung zu befürchten, dass der erwachsenen Arbeiter seine freie Zeit im Wirtshaus zubringt, dass er mehr als bisher an agitatorischen Versammlungen teilnimmt, mehr Geld ausgibt und doch nicht zufrieden ist.

Kaiser Wilhelm II., 1890

 

 

¨      Der Pessimist entdeckt an jeder Chance die Schwierigkeit, der Optimist an jeder Schwierigkeit die Chancen!

          L. P. Jacks

 

 

¨      Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

 

         Chinesische Weisheit

        

 

 

¨      Der Mangel an mathematischer Bildung gibt sich durch nichts so auffallend zu erkennen, wie durch maßlose Schärfe im Zahlenrechnen.

        

         C. F. Gauss

       

 

 

¨      ...die hermeneutische Funtamental-Onthologie als Analytik der Existentialität des Denkens des Wesens vom Sein...

            G. Polt  ”In der Buchhandlung”

 

 

¨      Wenn jemand Hunger hat, gib ihm keinen Fisch, sondern lehre ihn, die Angel richtig zu gebrauchen.

        Isländisches Sprichwort

 

 

¨      Was also ist die Zeit?
Wenn mich niemand fragt, weiß ich es.
Wenn ich es jemanden erklären will, der fragt, weiß ich es nicht.

        Augustinus, Bekenntnisse, Buch II

 

 

¨      ”time flies like an arrow!”
(Zusatz: ..fruit flies like bananas!)

       Marx Brothers?

 

 

¨      Der Karakter der ersten Lebenshälfte ist die stets unerfüllte Sehnsucht nach Glück, der der 2ten die nur zu oft erfüllte Besorgnis vor Unglück.
Unglücklich sind also beide.

      Arthur Schopenhauer

 

 

¨      Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.
Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

      Psalm 103

 

 

¨      Kein Mensch ist ein Eiland, nur für sich allein (no man is an island, intire of himself). Jeder ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Ganzen; der Tod jedes anderen mindert auch mich, denn ich bin einbezogen in die Menschheit. Darum frage nie wem die Stunde schlägt, sie schlägt für Dich!

       John Donne

 

 

¨      Es ist unmöglich, dass etwas sich selbst bewegt. Also muss alles, was in Bewegung ist, von einem anderen bewegt sein. Wenn demnach das, wovon etwas seine Bewegung erhält, selbst auch in Bewegung ist, so muss auch dieses wieder von einem anderen bewegt sein und dieses andere wieder von einem anderen.
Das kann aber unmöglich so ins Unendliche fortgehen, da wir dann kein erstes Bewegendes und infolgedessen überhaupt kein Bewegendes hätten. Denn die späteren Beweger bewegen ja nur in Kraft des ersten Bewegers, wie der Stock nur insoweit bewegen kann, als er bewegt ist von der Hand.
Wir müssen also unbedingt zu einem ersten Bewegenden kommen, das von keinem bewegt ist.
Dieses erste Bewegende aber meinen alle, wenn sie von ”Gott” sprechen.

 

         Thomas von Auin

    

 

 

¨      „Macht was Ihr wollt. Ich bin nur eine Schüssel aus Lehm mit ein wenig Blut darin, und eines Tages muss ich beides sowieso zurückgeben.“

Der Stoiker Epiktetos, als er 94 n. Chr. vom römischen Kaiser Domitian vor die Wahl gestellt wurde, seinen Bart abzurasieren oder geköpft zu werden. (Er rasierte sich nicht und wurde aus dem Land verwiesen)

 

 

¨      Erhard Milch, Generalfeldmarschall,
geboren am 30. März 1892, gestorben am 25. Januar 1972,
meldet sich ab.

Todesanzeige des ehemaligen Oberbefehlshabers der Luftwaffe

 

 

¨      Wenn man einen Löffel Wein in ein Fass Jauche gießt, ist das Resultat Jauche.
Wenn man einen Löffel Jauche in ein Fass Wein gießt, ist das Resultat ebenfalls Jauche.

Lothar Preis

 

 

¨      Das Leben besteht aus Essen und Schlafen.
Aus freundlichen Begegnungen und Abschied.
Aus Weinen und Lachen und aus einer Reihe kleinerer Ereignisse wie beispielsweise denen, dass man alle vierzehn Tage das Haar schneiden lässt, seine Blumentöpfe gießt und zuschaut, wie der Nachbar vom Dach fällt.

Lin Yulang

 

 

¨      Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis:
Vielleicht ist keines da!

Franz Kafka

 

 

¨      Herr Lemmer hat behauptet, ich hätte heute das Gegenteil von dem gesagt, was ich voriges Jahr gesagt habe. Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, kein Mensch, auch nicht die Opposition, kann mich daran hindern, innerhalb eines Jahres wat klüjer jeworden zu sein.

Konrad Adenauer im Deutschen Bundestag 1962

 

 

¨      Life is what happens, while we are busy doing other things.

John Lennon

 

 

¨    Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und Ihr könnt sagen, dass Ihr dabei gewesen seid“

Goethe  während der Kanonade von Valmy, 1792

 

 

¨      Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.
      Eine treue Familie bei Lima feuerte nie.
      Leg in eine so helle Hose nie 'n Igel.

die schönsten Palindrome

 

 

¨    Einst träumte mir, Tschuang Tschou, ich sei ein Schmetterling,
der sich wohl und wunschlos fühlte und nichts wusste von Tschuang Tschou.
Plötzlich erwachte ich und merkte, dass ich wieder Tschuang Tschou war.
Nun weiss ich nicht, bin ich Tschuang Tschou,
dem träumte, ein Schmetterling zu sein,
oder bin ich ein Schmetterling, dem träumt, er sei Tschuang Tschou?

Tschuang Tse

 

 

¨      Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer Bewunderung und Erfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt:
Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.

Inschrift auf dem Grabstein Immanuel Kants

 

 

¨      "Ich stehe nicht an zu sagen: Dafür entschuldige ich mich".

Bundespräsident J. Rau am 3. Februar 2000 bezüglich seines Verhaltens in der Flugaffäre. (Die Formulierung "ich stehe nicht an" bedeutete im 18. Jahrhundert "ich habe keine Bedenken" )

 

 

¨      One of the tests of leadership is the ability to recognize a problem before it becomes an emergency.

Arnold Glasgow

 

 

¨      Sprich nie Böses von einem Menschen, wenn du es nicht gewiss weißt!
Und wenn du es gewiss weißt, so frage dich: „Warum erzähle ich es?“

Johann Kaspar Lavater

 

 

¨      Deine Kinder sind nicht deine Kinder. Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen. Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Kahlil Gibran

 

 

¨    In the long run, we are all dead (auf lange Sicht sind wir alle tot).

Der amerikanische Ökonom John Maynard Keynes auf die Frage, wie er die wirtschaftliche Entwicklung auf lange Sicht einschätzt.

 

¨    Unnus ignis quis vir multum ab angere et exclamavit: Studium fuga, meum inhibere!

Ein Feuer wer man viel vom wagen und schrie: Eifer Flucht, mein Hintern!

 

 

¨    Nicht die Dinge selber beunruhigen den Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen.

 

            Epiktet


 

 

¨    Normalerweise braucht man Menschen nicht zu motivieren. es genügt schon, sie einfach nicht zu demotivieren.
Was sie brauchen, ist Vertrauen in die Führung; sie müssen ein Minimum an Sinn in Ihrer Tätigkeit erkennen können.
Wenn diese beiden Bedingungen nicht erfüllt sind, ist jeder Motivationsversuch nicht nur unwirksam, sondern er schlägt sogar ins Gegenteil um. Er wird als eine besonders raffinierte Form von Zynismus verstanden.

 

          Fredmund Malik

      


 

¨      Niemand ist vor seinem Tode glücklich zu preisen.

            Solon

 

 

¨      Wenn es dem Menschen schlecht geht, scheint ihm alles hässlich und widrig; all das erscheint ihm schön und lieb, wenn es ihm gut geht. Die Dinge sind an und für sich nicht so oder so geartet; sie sind so wie wir.

      Jean Paul

    

 

 


¨      Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert, so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.

            Leonardo da Vinci

 

 

¨      Das Leben kann nur rückblickend verstanden werden. Es muss aber vorausschauend gelebt werden.

 

         Sören Kierkegaard

      

 

 

¨      Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

       Lucius Annaeus Seneca

 

 

¨      Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen gibt.

 

          Moliere

     

 

 

¨      Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schießen damit.

          Gerhard Uhlenbruck

 

 

¨      Je genauer du planst, desto härter trifft dich der Zufall.

 

 

¨      Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.

          Mathias Claudius

    

 

 

¨      Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.

 

        Mark Twain

     

 

 

¨      Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.

         John Knittel

 

 

¨      Honeste vivere, neminem laedere, suum cuique tribuere (ehrlich leben, niemanden schädigen, jedem das Seine zugestehen)

Die Grundprinzipien des römischen Rechtes der Antike

 

 

¨      Tätig ist man immer mit einen gewissen Lärm. Wirken geht in der Stille vor sich.

Peter Bamm

 

 

¨      Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht.

Sextus Empiricus, gr. Philosoph, 2. Jhd. n. Chr.

 

 

¨      Because a nail was lost, a horseshoe was lost
because a horseshoe was lost, a horse was lost
because a horse was lost, a battle was lost
because a battle was lost, a kingdom was lost.

Englisches Sprichwort aus dem Mittelalter

 

 

¨      Ich habe, glaube ich, die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo Sapiens gefunden: Wir sind es.

Konrad Lorenz

 

 

¨      Ich schieße meinen Pfeil in den Baum und male dann die Zielscheibe drumherum.

Ein ungenannter Chemie-Nobelpreisträger auf die Frage nach dem Grund seiner Erfolge

 

 

¨      Eine Sache ist genau das wert, was der Käufer dafür zu zahlen bereit ist.

Publius Syrus; Römischer Schriftsteller, 1. Jh. v. Chr.

 

 

¨      Die Grundlage erfolgreichen Führens besteht darin, die Aufgabe einer Organisation klar und deutlich zu durchdenken, zu definieren und umzusetzen. Der Führer setzt die Ziele, legt Prioritäten fest und achtet darauf, dass ein bestimmtes Niveau gehalten wird.

Peter Drucker

 

 

¨      Wer glaubt, im Geschäftsleben ginge es um Fakten statt um Fiktion, hat noch nie einen alten Fünfjahresplan gelesen.

Malcolm Forbes

 

 

¨      Flugzeuge sind interessant, haben aber keinen militärischen Wert.

Marschall F. Foch, französischer Militärstratege, 1911

 

 

¨      Im Immobiliengeschäft heißt die Devise: Lage, Lage, Lage.
Im Geschäftsleben Differenzierung, Differenzierung, Differenzierung.

Rober Goizueta, Generaldirektor von Coca Cola

 

¨      Das Glück, wenn mir recht ist, liegt in zweierlei: darin, dass man ganz da steht, wo man hingehört, und zum zweiten und besten in einem behaglichen Abwickeln des ganz Alltäglichen; also darin, dass man ausgeschlafen hat und dass einem die neuen Stiefel nicht drücken.

Th. Fontane (Effi Briest)

 

 

¨      Es gibt nur eine Gewissheit, nämlich, dass wir keine Gewissheit haben können; und deshalb gibt es auch die Gewissheit nicht, dass wir keine Gewissheit haben können.

Samuel Butler

 

 

¨      In Leningrad heißt der Gefrierpunkt Schmelzpunkt.

NN

 

 

¨      Ein Sadist ist jemand, der freundlich zu Masochisten ist.

NN

 

 

¨      I have said it thrice:
„What I tell you three times is true!“

         Lewis Carroll, The Hunting of the Snark

 

 

¨      Ja, mach nur einen Plan
Sei nur ein großes Licht
Und mach dann noch `nen zweiten Plan
Gehen tun sie beide nicht.

            Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

 

 

¨      Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) die Gesundheit      b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.

 

            Eugen Roth


 

 

¨      Ich rate, lieber mehr zu können als man macht,
als mehr zu machen als man kann.

            Bertolt Brecht

 

 

¨      You can fool some of the people all the time,
but you can’t fool all the people all the time.

            Abraham Lincoln

 

¨      Besser fehlerhaft begonnen als perfekt gezögert.

Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

 

 

¨      Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.

Kroatien

 

 

¨      Der Sturz aus dem zehnten Stock verläuft bis zum Parterre völlig problemlos.

John Maynard Keynes

 

 

¨      Auch wer regelmäßig versagt, ist zuverlässig.

Unbekannt

 

 

¨      Immer Sonnenschein macht Wüste.

Arabien

 

 

¨      Nichts ist schwieriger durchzuführen, zweifelhafter in Hinblick auf den Erfolg, gefährlicher in der Handhabung, als eine neue Ordnung der Dinge ins Werk zu setzen.

Niccolo Machiavelli

 

 

¨      Aufschub ist die tödlichste Form der Ablehnung.

Cyril Northcote Parkinson

 

 

¨      On s'engage et puis on voit. (Man fängt einfach mal an, dann wird man schon weitersehen).

Devise Napoleons

 

 

¨      Der erste Schlag muss kräftig sein, dann ersparst du dir viele weitere.

Persien

 

 

¨      Wirf nie einen alten Eimer weg, bevor du nicht weißt, ob der neue dicht ist.

Schweden

 

 

¨      Ein Schiff im Hafen ist sicher, aber dafür werden Schiffe nicht gebaut.

Unbekannt

 

 

¨      "Ist die Luft nicht ein sehr gefährliches Element?" wurde Wilbur Wright 1903 in Paris von einer Bewunderin gefragt. "Madame", antwortete er, "die Luft ist völlig ungefährlich. Das einzige Gefährliche am Fliegen ist die Erde."

Wilbur Wright

 

 

¨      Das kleinste Steinchen im Schuh macht mehr Schwierigkeiten als der größte Fels im Weg.

Korea

 

 

¨      Mit nur einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen.

Mongolei

 

 

¨      Wenn zwei verantwortlich sind, ist keiner verantwortlich.

Portugal

 

 

¨      Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Unbekannt

 

 

¨      Wer zu weit geht, hat sein Ziel auch verfehlt.

Unbekannt

 

 

¨      Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.

Paul Valery

 

 

¨      Das große Karthago führte drei Kriege.
Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.

        Berthold Brecht, dt. Schriftsteller

 

 

¨      Eine freundliche und einträchtige Welt ist der geheime Alptraum aller Militärs und Advokaten.

 

            Norman Mailer

     

 

 

¨      Prinzipien der Kriegspropaganda:
1. Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
2. Personifizierung des Feindes.
3. Unsere Zielstellungen sind humanitärer Art. Man muss die Tatsache verschweigen, dass es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle humanitäre Gründe in den Vordergrund.
4.Berichte über Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungünstige Berichte über die eigene Seite.

Lord Ponsonby, brit. Diplomat, 1871

1 Kommentar 19.10.13 00:22, kommentieren

Ein tödliches Molekül

 

Jeden Tag in jeder Sekunde atmen wir eine hochgiftige Substanz ein, die in unserem Körper zur Produktion freier Radikale führt. Diese wiederum verursachen Schäden in unserer DNA, was unter Umständen zur Bildung von Tumoren führen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Ereigniskette tatsächlich abläuft, steigt proportional mit der Zeit, und da wir immer länger leben, werden auch immer mehr von uns Krebs bekommen. Schon heute erkrankt einer von dreien daran.
Doch es bringt überhaupt nichts, diesen giftigen Stoff zu vermeiden, der uns letztlich dahinrafft:

Er heißt SAUERSTOFF.

 Niall Edworthy und Petra Cramsie;Handbuch für Pessimisten

18.10.13 21:46, kommentieren

Geburt und Tod

Weder meine Geburt noch mein Tod können mir erscheinen als Erfahrungen, die die meinen sind, da ich, sie also denkend, mich voraussetze als mir selbst präexistent und mich selbst überlebend, um sie erleben zu können, und so dächte ich also nicht wahrhaft über meine Geburt und meinen Tod. So kann ich mich denn stets nur erfassen als „schon geboren“ oder „noch lebend“...

 Maurice Merleau-Ponty

18.10.13 21:40, kommentieren

Treue und Verrat

Die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn

 

So sprach der Tyrann in Schillers Gedicht „Die Bürgschaft“. Nämlich als er erlebte, dass der Attentäter Damon seinen Freund und Bürgen nicht im Stich ließ. Auch um den Preis seines eigenen Lebens!

Ein häufiger Trugschluss ist, dass man das „Nicht Fremdgehen“ mit „Treue“ gleichsetzt. Dies ist aber nur ein Aspekt des Treue-Begriffes. Der eigentliche Inhalt und Sinn von Treue ist aber viel umfassender. Nicht umsonst gibt es eine Unmenge von damit zusammenhängenden Begriffen, wie Treu und Glauben, Beamtentreue, Vertragstreue, Nibelungentreue usw. Das Wort „Vertrauen“ hat den gleichen Wortstamm.

Das Gegenteil von Treue ist Verrat und nicht „Fremdgehen“.

Treue ist ein Vertrag auf Gegenseitigkeit und zwar das Versprechen, zum Partner zu halten, egal was auch geschieht. Ein Beispiel ist der Treue-Kodex der Fremdenlegion, wo man den verwundeten Kameraden aus dem gegnerischen Feuer zu bergen hat, egal ob es das eigene Leben kostet..

Treue ist die Grundvoraussetzung des partnerlichen Zusammenseins: Ich weiß, dass meine Frau mich im Rollstuhl schiebt, wenn ich MS bekommen sollte. Und ich werde das gleiche tun, wenn es ihr passiert. Das ist der eigentliche (über das Großziehen der Kinder hinausgehende) Vertrag. Und das gibt es nur beim Menschen. Insofern ist ein Vergleich mit der„nichttreuen“ Mehrzahl des Tierreiches fehl am Platze. Und die Aussage von Stefanie Schramm im Artikel "Der Traum von der Treue" (Zeit Nr. 15 vom 7. April 2011) „es ist eine der größten Zivilisationsleistungen, dass dem Menschen Treue hin und wieder gelingt“ falsch. Die wirkliche Treue kann man tagtäglich erleben, wenn behinderte oder demente Ehepartner jahrelang versorgt werden!

Vielleicht könnte sich Peter Sloterdjik einmal einige seiner brillanten Gedanken über unsere „Zeit der verlorenen Treue“ machen: Man erwartet vom Arbeiter Treue und Hingabe zu seiner Firma. Aber empfindet es nicht als schamlos und pervers, wenn dieser in der Morgenzeitung liest, dass er zusammen mit seinem Geschäftsbereich wie ein Galeerensklave an die Konkurrenz verkauft wurde.

 

18.10.13 18:58, kommentieren

Desiterata

Desiderata

(St. Paul’s Church, Baltimore, 1692)

 


Go placidly amid the noise and haste and remember what peace there may be in silence. As far as possible without surrender be on good terms with all persons.

Speak your truth quietly and clearly; and listen to others, even the dull and ignorant; they too have their story.

Avoid loud and aggressive persons, they are vexations to the spirit.

If you compare yourself with others, you may become vain and bitter; for always there will be greater and lesser persons than yourself.

Enjoy your achievements as well as your plans.

Keep interested in your career, however humble; it is a real possession in the changing fortunes of time.

Exercise caution in your business affairs: for the world is full of trickery. But let this not blind you to what virtue there is; many persons strive for  high ideals; and everywhere life is full of heroism. Be yourself. Especially, do not feign affection.

Neither be cynical about love; for in the face of all aridity and disenchantment it is perennial as the grass.

Take kindly the counsel of the years, gracefully surrendering the things of youth. Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness. Beyond a wholesome discipline, be gentle with yourself. You are a child of the universe, no less than the trees and stars; you have a right to be here.

And whether or not it is clear to you, no doubt the universe is unfolding as it should. Therefore be at peace with God, whatever you conceive Him to be, and whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life keep peace with your soul.

With all its sham, drudgery and broken dreams, it is still a beautiful world.

Be careful. Strive to be happy.

18.10.13 16:19, kommentieren